Soundcollage

Das Thema meiner Sountcollage heißt "Landung eines UFO´s". Ich habe die Collage mit Hilfe der Programme Audition 2.0 und SPEAR erstellt. Die Session Datei in Audition umfasst 5 Audiospuren.

 

Konzept

Ich habe mir als erstes Überlegt wie sich ein UFO anhören könnte. Da noch nie jemand glaubhaft beweisen konnte, dass es solche Flugobjekte gibt, existiert selbstverständlich keine Audioaufnahmen an denen ich mich orientieren konnte. Stattdessen greife ich in der Soundcollage hauptsächlich auf Erfahrungen aus Film & Kino Inszenierungen zurück. Trotzdem gibt es einige Grundgeräusche die jedes Flugobjekt von sich gibt. Man braucht einige Triebwerkgeräusch, Luftgeräusche die es ermöglichen das UFO mithilfe von Stereo auditiv im Raum wahrzunehmen und spezielle Geräusche wie Laserkanonen, Funk oder Traktorstrahler. Für die Landung des UFO´s am Ende des Soundfile benötigt es außerdem einen dumpfen Knall. Zusätzlich benötigt die Collage noch ein dramaturgisches Hintergrundgeräusch, welches signalisiert das es sich bei dem UFO um eine Bedrohung/etwas Unbekanntes handelt.

UFO

 

Making-Of

Zuerst habe ich mir die Datei „cathedral“ vorgenommen, um aus ihr mithilfe von SPEAR ein passendes Antriebsgeräusch zu machen wie man es aus einem Film kennt. Im ersten Arbeitsschritt habe ich den File auf eine länge von 2:50 min gestreckt. Das Resultat war, dass sich der Gesamtcharakter der Aufnahme völlig geändert hat. Änderungen der einzelnen Tonhöhen erfolgen nun sehr langsam und aus dem Knall wird eine lange Aneinanderreihung von einzelnen Obertönen. Zusätzlich habe ich, hauptsächlich am Ende des Files, noch ein paar Obertöne hinzugefügt die sich in ihrer Summe wie laufende Flugzeugturbienen anhören. Beim übertragen des bearbeiteten Audiofiles habe ich mich für eine Computerinterne Live-Aufnahme entschieden, da ich das Pitsching-Tool in SPEAR live benutzen wollte. Durch den Einsatz des Pitsching-Tools habe ich erreicht, dass sich die sonst sehr konstant verhaltenen Obertöne nun sehr ruckartig in Ihrer Tonhöhe ändern. Der dadurch entstehende Effekt erinnert an außerirdische Funksprüche, die man aus Filmen kennt.

Als nächstes habe ich mich an die Luftgeräusche gemacht. Als Basis dafür habe ich mich für „Geräusch_mono“ entschieden, da es sich meiner Meinung am ehesten so verhält wie z.B. das Geräusch eines Düsenjets oder das Geräusch eines Lenkdrachens am Strand. Um diesen Effekt zu erzielen habe ich mit dem Dynamischen Equalizer die Spitzen Töne abgedämpft. Anschließend habe ich ein Hall-Effekt benutzt, um den Sound Weicher zu machen. Um dem Geräusch den Eigenschaft von etwas Vorbeifliegendem zu verleihen habe ich den Doppler-Effekt-Filter benutzt. Den Effekt selber kennt man wahrscheinlich am ehesten von einem vorbeifahrenden Krankenwagen. Außerdem habe ich das Pan-Tool der Spur so eingestellt, dass das Geräusch vom linken zum rechten Ohr wandert.

Von Anfang bis zum Ende begleitet der File „Pulse“ die Collage. Ich habe ihn sehr oft dupliziert und dann ein Echo-Effekt drauf gelegt, sowie mit dem Equalizer einige Frequenzbänder rausgenommen, um den Sound weicher zu gestalten. Das Resultat hört sich in etwa wie ein Radargerät oder ähnliches an. Auch diesen File habe ich mithilfe des Pan-Tools Räumlichkeit verliehen. Zusätzlich spielt er auch noch eine dramaturgische Rolle, denn man bringt ihn mit einer schnellem Herzklopfen in Verbindung, was beim Menschen Panik erzeugt.

Die Files „sphere“ und den ersten tiefen Ton aus „Klavier_tief“ habe ich ausschließlich benutzt, um am Anfang Spannung zu erzeugen, da sie mich von Anfang an Spannungselemente aus Film & Kino erinnert haben. Ich habe sie an manchen stellen beschnitten und mit dem Equalizer bearbeitet, damit sie besser in die Gesammtstimmung passen.

Dem File „Klavier_tief“ habe ich jedoch noch eine zweite Verwendung zugeschrieben. Da das File in Stereo Aufgenommen wurde, konnte ich die linke Audiospur rückwärts laufen lassen. Das Geräusch auf der linken Seite nimmt also nicht mehr ab, nachdem die Taste des Klaviers gedrück worden ist, sondern kommst aus dem Nichts und nimmt exponentiell zu. Man denkt das Etwas schnell näherkommt, was wiederum die dramatische Stimmung unterstützt. Aus der rechten Spur habe ich mithilfe des Doppler-Effektes und eines Hall-Filters eine Art Wabern generiert, was wiederum wie ein Außerirdisches Gerät klingen könnte. Das so entstandene File habe ich mehrmals Dupliziert und fast über die ganze Collage, in verschiedenen Lautstärken, verteilt
.

Zum Schluss folgt nur noch die Landung des UFO´s. Als Uhrsprung habe ich nochmal den File „cathedral“ genommen, welcher einem Aufprall sehr nahe kommt. Mit dem Equalizer habe ich noch die Tiefen verstärkt und die Höhen gedämpft, um zu signalisieren das etwas großes gelandet ist. Ich habe die restlichen Sounds schließlich ausfaden lassen und das Landegeräusch an den Schluss gesetzt.

collage2
(klicken zum vergrößern)

 

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